die sterreichische Film Commission

 
Museen, kulturelle Einrichtungen und Special Locations

Avantgardistische Insel auf der Mur, Graz © Graz2003 - Kulturhauptstadt Europas

Ob architektonisch interessante Kunstwerke und historische Bauten, die Jahrhunderte überlebt haben, postmoderne Gebäude, kuriose Raritäten wie das Wiener Riesenrad oder bizarre Orte wie das stillgelegte Atomkraftwerk in Zwentendorf - unzählige Locations sind für Dreharbeiten zugänglich.

Das 1896 erbaute Wiener Riesenrad im Wiener Prater ist das Wahrzeichen der Stadt und Attraktion für eine Dreiviertelmillion Besucher jährlich. Weltberühmt wurde das Wiener Riesenrad durch die Filmaufnahmen zu Orson Welles DER DRITTE MANN. Ein weiterer Höhepunkt in dessen Filmgeschichte waren die Aufnahmen für den 15. James Bond Film DER HAUCH DES TODES, produziert von Albert R. Broccoli.

Dreharbeiten sind zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Auch Umbauarbeiten in den Kabinen können bei Bedarf durchgeführt werden. Drehgenehmigungen werden rasch und unbürokratisch nach Durchsicht des Drehbuches vergeben.

Für Aufnahmen weiterer Gebäude des Praters sind die jeweiligen Besitzer zuständig. Als Anlaufstelle dient der Wiener Prater Verband. Drehgenehmigungen auf den Plätzen und Straßen des Prater Areals sind beim Magistrat 46 der Stadt Wien zu beantragen.



MuseumsQuartier in Wien © Österreich Werbung/Diejun

In den ehemaligen kaiserlichen Hofstallungen, zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbaut, wurde 2001 das MuseumsQuartier Wien (MQ) er­öffnet. Mit 60.000 m2 zählt es zu den zehn größ­ten Kulturarealen der Welt, die inhaltliche Band­breite macht es jedoch einzigartig. Das MQ vereinigt barocke Gebäude und neue Architek­tur, kulturelle Einrichtungen aller Größenordnun­gen (z. B. das Leopoldmuseum und das Mu­seum moderner Kunst), verschiedene Kunstspar­ten und Naherholungseinrichtungen zu einem spektakulären Ganzen. Die besondere Atmo­sphäre dieser Location bildet die perfekte Kulisse für Filmproduktionen, TV-Serien, Foto­shootings und Werbespots. Dreharbeiten sind nach vorheriger Vereinbarung jederzeit möglich.


Das im Jahre 1891 eröffnete Kunsthistorische Museum (KHM) verfügt über ein prachtvolles Stiegenhaus mit einer monumentalen Theseus-Gruppe sowie einem oktogonalen Kuppelraum, von dem aus man in die Säle der Gemäldegalerie gelangt.

 

Das KHM verwaltet die folgenden Gebäude, die wiederum diverse Örtlichkeiten für Dreharbeiten zur Verfügung stellen: KHM mit Haupthaus und Schatzkammer, Neue Hofburg mit der Hofjagd- und Rüstungskammer, der Sammlung alter Musikinstrumente, dem Ephesos Museum und der Wagenburg, Schloss Ambras in Innsbruck.

 

Für Dreharbeiten sind die besucherfreien Tage vorzuziehen. Bei Außenaufnahmen ist zusätzlich die entsprechende Behörde zu verständigen (Hofburg, Schönbrunn, MA 46). Auflagen und Bestimmungen richten sich nach dem jeweiligen Drehort bzw. den jeweiligen Objekten.

 

Das Naturhistorische Museum wurde bereits häufig für Dreharbeiten ausgewählt. Das Museum steht, einschließlich der Speicher und des Kuppeldachs, vorzugsweise dienstags (Schließtag) und nachts zur Verfügung. Auch tagsüber können Teile nach Vereinbarung gesperrt werden.



Heeresgeschichtliches Museum in Wien © Wien Tourismus/Koller

Die Sammlungen des Heeresgeschichtlichen Museums, dem bedeutendsten historischen Museum dieser Art in Europa, reichen vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. In den Artilleriehallen ist die weltweit größte Sammlung von historischen Geschützen aus sieben Jahrhunderten untergebracht. Berühmte österreichische Feldherren - alle aus Carraramarmor - beherrschen das prachtvolle Entree des Hauses. Filmarbeiten sind grundsätzlich in allen Räumlichkeiten des Museums gestattet, immer unter Einhaltung der Denkmalschutzrichtlinien (z.B. kein Nebel).


Die Wiener Volksoper öffnet jederzeit ihre Türen für Filmarbeiten, vorausgesetzt, dass der tägliche Theaterbetrieb nicht gestört wird. Bei längerer Dauer der Dreharbeiten (mehrere Tage) sollte die schriftliche Anfrage neun Monate im Voraus vorliegen. Bei kleineren Drehs sind auch kurzfristige Anfragen möglich.

 

Die Wiener Staatsoper, eines der prächtigsten Gebäude der Stadt, genehmigt Dreharbeiten im Stiegenhaus, den Pausenräumlichkeiten und Foyers, den Probenräumen sowie auf den Terrassen, wobei auf den Proben- und Vorstellungsbetrieb Rücksicht zu nehmen ist.

 

Aufnahmen von der Bühne, dem Zuschauerraum und dem Orchestergraben werden nur eingeschränkt zugelassen. Liveaufnahmen von Vorstellungen sind nur nach Klärung der Urheber- und Leistungsschutzrechte möglich. Bei größeren Projekten werden eigene Verträge abgeschlossen. Die Brandschutzbestimmungen in der Oper sind einzuhalten.

 

Die Vereinigten Bühnen Graz verwalten die Grazer Oper, das Schauspielhaus, das Orpheum (Veranstaltungs- und Konzertsaal) sowie die Kasematten. Die am Schlossberg befindlichen Kasematten dienten im 16. Jahrhundert als Vorratslager wie auch als Gefängnis für die Burg, heute stehen sie für Freilichtveranstaltungen zur Verfügung.

 

Produktionsteams sind jederzeit willkommen und können das Angebot an Kostümen, Requisiten, Statisten, Kulissen, Beleuchtung, Tontechnik, Spezialeffekten und Personal in Anspruch nehmen. Aufnahmen in der Oper sind am ehesten montags möglich.  



Kunsthaus in Graz, Steiermark © Steiermark Tourismus/Schiffer

Im Jahr 2003 brillierte die Stadt Graz international als „Kulturhauptstadt Europas“. Im Zuge dessen schufen die Londoner Stararchitekten Peter Cook und Colin Fournier das Kunsthaus Graz. In Symbiose mit der europaweit frühesten Gusseisen-Konstruktion, dem Eisernen Haus, entstand ein avantgardistisches Meisterwerk, eine riesige „Blase“ mit einer blauen Haut aus Acrylglas. Drehgenehmigungen werden projektspezifisch erteilt.

 

Der New Yorker Kunst-, Design- und Medienstar Vito Acconci gestaltete die Murinsel, einen spektakulären neuen Raum auf dem Fluss Mur. In der Muschelform liegt ein Amphitheater und unter einem rundlichen „Dom“ befindet sich ein Café. Der Antrag auf Drehgenehmigung ist an das Grazer Straßenamt zu stellen.

 

Das Goldene Dachl, das Wahrzeichen der Stadt Innsbruck, die Annasäule, die Hofburg sowie die Weiherburg dienen oft als historische Kulisse. Sie alle stehen wie auch Amts- und Vereinsgebäude in der Obhut der Gebäudeverwaltung Innsbruck. Für Aufnahmen im Goldenen Dachl ist zusätzlich das Denkmalamt zu kontaktieren.

 

Das Minimundus in Klagenfurt, Kärnten, bietet eine Miniaturwelt mit 171 Modellen von weltberühmten Gebäuden aus 53 Staaten der Welt. Das Angebot reicht vom Petersdom in Rom, dem Eiffelturm in Paris, der Freiheitsstatue in New York, dem CN Tower in Toronto bis zum Taj Mahal in Agra. Etwa 90 Prozent der Modelle wurden mit dem Baumaterial der Originalbauten nachgebaut. Dreharbeiten sind von Anfang April bis Ende Oktober jederzeit möglich. 



Atomkraftwerk Zwentendorf

Eine international wohl einzigartige Location ist das Atomkraftwerk Zwentendorf in Niederösterreich. Es wurde in den 70er Jahren erbaut, jedoch auf Grund von Protesten seitens der Bevölkerung nie in Betrieb genommen. Drehbedingungen und -gebühren sind mit dem Gemeinschaftskraftwerk Tullnerfeld (GKT) zu vereinbaren.



Drehbuch Wettbewerb Abenteuer Österreich


"Das Toska-Bühnenbild mit seinem gigantischen blauen Auge fügt sich perfekt in die Geschichte des neuen Bond Films ein. "

Marc Forster, Regisseur von JAMES BOND - QUANTUM OF SOLACE